Keuchhusten: Diagnose
Keuchhusten (Pertussis)
Definition
Bakterielle Infektionskrankheit mit charakteristischen Hustenanfällen.
Erreger
Bordetella pertussis und Bordetella parapertussis (kleine gramnegative Kokkobazillen), Toxinbildner (tracheales Zytotoxin, Pertussis-Toxin).
Übertragung
Tröpfcheninfektion, hohe Kontagiosität (v. a. zu Beginn der Erkrankung)
Inkubationszeit
7 bis 14 Tage
Epidemiologie
Inzidenz
weltweit, vorwiegend bei Kleinkindern, kein Nestschutz
Risikofaktoren
keine Impfung
Klinik
Stadium catarrhale
Symptome einer oberen Respirationstrakt-Infektion über bis zu 2 Wochen, gefolgt vom
Stadium convulsivum
typische Hustenanfälle (Stakkato-Husten, Glottis- und Bronchialmuskelkrampf, Keuchen bei langer Inspiration), oft gefolgt von Zyanose und Erbrechen.
Dauer: 2 bis 4 Wochen.
Im Stadium decrementi
seltener werdende Hustenanfälle.
Facies pertussica
gedunsenes Gesicht, geschwollene Augenlider
Diagnose
Erregernachweis aus Sputum oder Abstrich, serologischer Nachweis, Antikörperspiegel gegenüber Pertussis-Toxin, ausgeprägte Leuko- und Lymphozytose, Lungenröntgen (tiefstehendes Zwerchfell, Überblähung, peribronchitische Zeichen).
Differentialdiagnose
- Pneumonie
- Bronchitis
- Asthma
- virale Pharyngitis
- Fremdkörperaspiration
- Pseudokrupp
- Zystische Fibrose







